Tasmanien 2009

Im Winter 2009 hat sich für mich die seltene Gelegeheit ergeben, nach Tasmanien zu kommen. Die Anreise dauert zwischen 30 und 40 Stunden, das ist recht anstrengend, zumal zehn Stunden Zeitverschiebung erschwerend hinzu kommen. Dafür herrscht dort unten dann Sommer.

 

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Das erste Ziel war Devonport. Die kleine Stadt liegt an eine Flussmündung im Norden von Tasmanien. Hier die Flussmündung nach osten.

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Das Bild zeigt den Hafen von Devonport. Die Insel hat für Australien viel Niederschläge, da sie jedoch zu klein ist, um wirklich große Ströme zu bilden, münden viele mittelgroße Flüsse in vergleichsweise kurzen Abständen an ihren Küsten ins Meer.

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Vor Ort wurde ich eingeladen, zum Hummerfischen auf Meer hinaus zu fahren. Da der Wellengang recht stark war und ich nur bedingt seefest bin, gibt es keine Fotos vom Meer. Aber vom Fang: Dieses sind "Crayfisch", ein australischer Hummer ohne Scheeren. Die Krebse werden in Reusen gefangen. Da mein Gastgeber weiß, was er tut, war die Ausbeute ordentlich. Die Hummer schmecken wirklich gut.
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Beifang: Nicht nur Menschen mögen die Hummer, auch zum Beispiel Octopusse jagen die Schalentiere. Im Hinetrgrund sieht man die Reusen zum Hummerfang.
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Die steinige Meeresküste vor Devonport.
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Möven sind eine der wenigen Tiere in Australien, die man als Europäer erkennt. Die anderen Tiere dort habe ich vorher noch nie, zumindest noch nie in Freiheit, gesehen.
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Auch wenn LKW in Tasmanien auf zwei Anhänger beschränkt sind, so fahren sie dort dennoch gewaltige Gespanne. Sagt der Fahrlehrer zum Schüler: "An der nächsten Kreuzung setzen wir rückwärts in die Nebenstraße um zu wenden..."
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Für eine Woche habe ich mir vor Ort ein Wohnmobil geliehen, um die Insel auf eigene Faust zu erkunden. Wildcampen ist erlaubt, ausserden ist die Insel mit vielen Campingplätzen sehr gut für Selbstfahrer ausgerüstet. Alle Nationalparks haben eine sehr gute Campingmöglichkeit. Das Bild ist der Campingplatz des Narawntapu-Nationalparks, auf dem ich an dem Tag der einzige Gast war.

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In dem Park bin ich etwas gewandert und auf einen kleinen Berg gesteigen, um Landschaft, Pflanzen udn Tiere zu beobachten:
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Die Küste vom Berg aus. Wer findet das Segelboot?
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Ein Wallabee, ein vielleicht 40cm hohes Känguru. Die Tiere dort sind nicht so scheu wie in Europa, man kann sich ihnen durchaus bis auf wenige Meter nähern.
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Ein Kammillefeld an der nördlichen Steilküste Tasmaniens.
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Eine steile Klippe bei der Stadt Stanley im Nordwesten der Insel.
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Jetzt geht es die A2 parallel zur Westküste nach Süden.
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Eine schmale Brücke fürt über den Arthur River.
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Bald endet die asphaltierte A2 und wird zur geschotterten C214. Auch wenn es verboten ist, die Piste mit Mietwagen zu befahren, so konnte ich nicht wiederstehen. Da die Piste in sehr gutem Zustand ist, halte ich das Risiko von Fahrzeugschäden bei vorsichtiger Fahrweise für überschaubar.
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Rechts und links der Piste ist Niemandsland. Riesige Gebiete der Insel sind nur zu Fuss oder mit dem Hubschrauber zu erreichen.
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Holzbrücken führen über die Flüsse.
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Am späten Nachmittag erreiche ich den Pieman River. Heute fährt keine Fähre mehr über den Fluss, daher bleibe ich auf dem Campingplatz nah des Anlagers. Langsam sinkt die Sonne über Fluss und Regenwald.
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Am nächsten Tag wandere ein ein paar Stunden auf den gut ausgebauten Wegen in den Urwald. Botanisch und Zoologisch ist man als Europäer total überfordert. Ich kenne weder Planzen, noch Tiere noch kann ich die Geräusche zuorden. Alles ist sehr exotisch.
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Selten einmal gibt eine Lichtung den Blick frei auf die Umgebung.
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Wurzeln und gewurzelt werden, das ist nun einmal das Gesetz des Urwalds.
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Der Weg endet an einem Seitenarm des Flusses.

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Auf der Insel wachsen enorm viele Farne, manche erreichen die Größe stattlicher Bäume. Man fühlt sich wie in der Urzeit oder im Jurassic Park.

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Über Queenstown geht es nach Osten in die Berge. Die A10 ist gut ausgebaut und man kommt schnell voran.
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Zwischendurch einen kleinen Abstecher in den Regenwald zu einem Wasserfall.
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Das Wetter in Tasmanien ist im Sommer ähnlich wie in Deutschland. Das heißt es kann auch mal Regnen. Im Winter soll es dort jedoch wärmer als in Deutschland sein, die Nähe zum Meer verhindert starken Frost.
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Insgeheim nenne ich die Gegend auch "Toyota-Land". Höher gelegte Hilux und Landcruiser bestimmen das Straßenbild. Bei den vielen unbefestigten Straßen sind das aber sicher geeignete Fahrzeuge, wenn man sie sich leisten kann.
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Am Abend erreiche ich die Derwent-Brücke an zwei großen Seen. Die Seen liegen hoch in den Bergen, nachts wird es kalt.
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Dort wandere ich durch die Bergwälder zum Shadow Lake und zurück. Auf der sechstündigen Wanderung treffe ich keinen Menschen, eventuell liegt das auch am nasskalten Wetter.
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"Flecktarnbäume"
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Kleine Moore bilden Lichtungen im Urwald. Nicht unbedingt geeignetes Gelände um sich zu verlaufen.
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Man bekommt schon eine Vermutung, warum die Bäume "White Gum Tree" genannt werden.
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Ein Schnabeligel, eins der ganz wenigen Säugeteiere, welches Eier legt. In Tasmanien aber nicht unbedingt selten.
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Etwas für die Landrover-Freunde.
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Vor der Heimreise besuche ich in Devonport noch einmal den Stand.
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