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Hinterachsstabilisator - Spielbeseitigung ohne Neuteile
- Details
- Erstellt am Donnerstag, 18. März 2010 16:08
- Zuletzt aktualisiert am Samstag, 20. März 2010 09:07
- Geschrieben von Transporter
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Beim TÜV wurde "erhöhtes" Spiel am Hinterachsstabi festgestellt. Das ganze sieht in der Grundstellung so aus:
Der Stabi ist anders gebaut als der des 170ers oder neuerer Fahrzeuge mit 4er-Klub-Kabine. Er sitzt in zwei gelochten Bolzen, die wiederum in jeweils zwei "Augen" gelagert sind; diese sind unter die Blattfeder montiert und werden dort durch die Briegen fixiert. Diese Art der Stabibefestigung ist am 100D7, 110D7 und teilweise am 120D7 zu finden. Unter dem angesammelten Peck sind nach rudimentärer Reinigung die Schrauben der Lagerdeckel zu finden.

Um den Stabi zu lösen muss man die Rahmenfixpunkte (siehe erstes Bild, hintere Befestigung) lösen, dann kann man ihn herausziehen.

Seitlich Lagerdeckel abschrauben, dann sieht man den Bolzen. Mit einer etwas größeren Nuss lässt er sich mit sanften Hammerschlägen lösen.

Durch das jahrelange Arbeiten, sind die Löcher in den Augen und in den Bolzen ausgenudelt, während vom Schaft des Stabis etwas Material fehlt. Gäben es die Materialeigenschaften her, wäre ein Versuch den Stabischaft etwas ab- und die Augen auszudrehen statthaft; würden anschließend Bolzen nach den neu entstandenen Maßen gefertigt, wäre wohl alles wieder gut.

Da es dazu neben unzähligen Maschinen nötig ist die Federn (und somit die Achse) zu demontieren, kann man versuchen das Problem dieses Technisch Überschätzten Verhaltens auf andere Weise zu lösen.

Also Blechstreifen her (hier noch der erste Vorversuch mit einfachem Kupfer. Entsprechende Bronze eignet sich hier besser).

Wichtig ist darauf zu achten das etwaige Schmierkanäle freibleiben. Die Hülse im Bolzen wurde noch mehrfach gelocht (im nächsten Bild neben der Sprühdose zu sehen) um die Schmierung auch nach einem verdrehen zu gewährleisten.

Plastikmanschetten (nicht mehr erhältlich) halten wunderbar das eindringende Wasser. Deshalb gleich weglassen. Hier das Material für die neuen Manschetten, die nun nur noch zwischen den Augen und rund um den Bolzen sitzen, um das Fett an Ort und Stelle zu halten.

Endlich Kühlerschlauch am Magirus. Da der Schaft des Stabis weit durch den Bolzen geht, muss auch die gefertigte Manschette von beiden Seiten ein Loch erhalten. Dazu ist es gut, das relativ weiche Material zwischen zwei dünne Holzbretter mit wenig Druck zu spannen. Anschließend kann mit langsamer Drehzahl und einem Topfbohrer ein fast rundes Loch gelingen.

Am Ende alles wieder zusammenbauen, etwas Farbe draufrotzen und sich die Frage gefallen lassen, was denn der neue Stabi gekostet hat.


