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Grau Hydrair 321015001 als Kupplungsverstärker
- Details
- Erstellt am Sonntag, 19. September 2010 12:09
- Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 19. September 2010 14:03
- Geschrieben von Ingolfuni
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Nach Fehlfunktionen mit plötzlich nachlassender Kupplungsunterstützung trennte die Kupplung unmittelbar danach nicht richtig, obwohl die Unterstützung kurzzeitig wieder einsetzte. Das Kupplungspedal hatte dann einen viel zu großen Weg ohne Funktion. Beide Fehlfunktionen ließen auf einen Defekt im Kupplungsverstärker schließen. Der Ausbau ist anders als in der MB-Anleitung beschrieben auch möglich, ohne das Fahrerhaus zu kippen.

Hier der Einbauort unter der Schaltplatte links hinter dem linken Fahrerhauslager.
Die Montageschritte sind folgend in Stichpunkten beschrieben:
- Luft aus dem Zubehörkreis ablassen, Pneumatikleitung SW 14 am unteren Ende lösen.
- Befestigungsschellen der Hydraulikleitungen oberhalb und unterhalb des Hydrairs SW 10 demontieren
- Hydraulikleitungen der Kupplung SW 19 (Hohlschraube der Schwenkverschraubung vom Geberzylinder kommend ) und Überwurf SW 17 am oberen Ende (zu Kupplung) lösen und austretende Bremsflüssigkeit auffangen.
- Luftschlauch der Entlüftung auf der Rückseite abziehen.
- 3 Muttern SW 10 der am Halter lösen und Hydrair entnehmen.

.Hydrair von Grau
- Pneumatikzylinder zerlegen durch Öffnen der 5 M6-Schrauben und Abbau der Mutter SW 22 Am Endes des Zylinders vom Druckluftstutzen. An diesem hängt der Schlauch zum Kolben, der dann herausgezogen werden kann.
- Vom Pneumatikkolben Deckelschraube am Ende SW 19 lösen, Feder und Ventilkegel entnehmen.

Pneumatikseite geöffnet
- Hydraulikseite zerlegen durch Lösen der 3 Inbusschrauben kann man den Zylinder abziehen.
- Gehäuse des Steuerkolbens (Messing) SW 36 aus dem Kolben (Alu) schrauben. Dazu man den Kolben in der breiten mittleren Nut mit der Zange gegenhalten. Im Alukolben wird der Steuerkolben sichtbar, vorsichtig am Hals herausziehen, vordere Kante nicht beschädigen!
- Um die Kolbenstange aus dem Hydraulikkolben auszubauen Pneumatikkolben gegen das Mittelstück des Korpusses drücken. Dazu werden 2 Hände benötigt. Die 3. und die 4. Hand können dann den Spannstift 3mm aus dem Hydraulikkolben treiben.
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Fast vollständig zerlegt
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Auffällig war der Schmodder im Hydraulikzylinder, der eingedrückte Dichtkegel und der
trockene, hemmende Steuerkolben.

Im Hydraulikkolben ist vorne ein Rückschlagventil, das mit einem Seegerring gehalten wird.
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Der Dichtungssatz 950321025 von Haldex enthält alle Dichtungen, die man 1:1 tauschen
kann. Der Spannstift (Hohlsplint) ist genauso wenig enthalten wie die Bremsenpaste oder der
spezielle Pneumatikschmierstoff..

Die Kunststoffgleitstreifen für die Kolben werden gerade geliefert, lassen sich aber direkt bei der Montage gerundet einsetzen.
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Alle von Bremsflüssigkeit benetzten Teile habe ich mit Bremsenpaste von ATE eingesetzt,
die Luftseite mit dem Pneumatikschmierstoff. Bei den Schlauchschellen muß man auf die Ausrichtung achten damit die Quetschstelle nicht am Zylinder innen schabt. Den Pneumatikanschluss bekommt man mit einem vorher eingesteckten Schweißdraht wieder durch das Gehäuse. (auch hier 4 Hände)
Der Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge ist genauso fummelig wie der Ausbau. Die Entlüftung des Hydraulikteiles gelang erst mit wechselndem Pumpen mit dem Kupplungspedal und Absaugen von Bremsflüssigkeit am Entlüftungsstopfen am Hydrair und an der Kupplung..

Die winzigen Entlüftungslöcher sowie die Querschnittssprünge im Hydraulikteil scheinen mir die Ursache dafür zu sein.
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Als letzten Schritt Druckluft anschließen.
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erstellt. Lesen und nachmachen ist ausdrücklich auf eigene Gefahr.


