Einstellung des Kupplungs-Automaten am 170D11

Als Erstes ist die Mitnehmerscheibe zu zentrieren. Mittels Dorn von einem defekten Getriebe ist dies relativ einfach.Wichtig ist vorher noch das innere Lager zu schmieren, denn wenn die Mitnehmerscheibe erst eingebaut ist kommt man dort sehr schwer heran. Im Vorfeld habe ich zu Hause meinen Automaten erstmal mittels Spülmaschine gereinigt. Er kommt zwar rostig (Salz) aber sauber wieder heraus.


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Danach müssen die Schrauben gleichmässig angezogen werden. Ich habe das im Uhrzeigersinn getan. Drehung für Drehung die Runde rum. Man kann auch immer gegenüber liegend anziehen.


Nun kommt das Wichtigste, den Automaten einstellen. Ich habe erstmal gemessen welche Werte vorlagen. Danach habe ich den Durchschnitts wert ermittelt und diesen dann eingestellt. Hier waren es 21,5 mm.


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Es ist äußerst wichtig hier gleichmässig einzustellen, weil das Drucklager sonst den Automatenring schräg ansteuert. Dies führt zu frühzeitigem Verschleiß des Drucklagers und einseitigem Einkuppeln der Mitnehmerscheibe. Der Automat hebt sich schräg ab und berührt nur einseitig die Reibfläche der Mitnehmerscheibe.


Mit dem Maulschlüssel stelle ich die Entfernung ein.


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Zum Schluß schraube ich die Sicherrungsbleche wieder auf. Diese verhindern das verdrehen der Stellmuttern.

Und was fürs Auge habe ich auch noch getan. Nur schade das man das Nachher nicht mehr sieht.


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Auf diesem Bild sind deutlich die 6 Arme zu sehen die ich eingestellt habe. Man muß darauf achten das alle gleichzeitig den Ring berühren. In der Merkur-Anleitung steht: Max toleranzen von 0.1 mm sind erlaubt. Das ist mächtig wenig. Um so wichtiger ist es hier genau zu arbeiten.


Nun zum Getriebe. Mit Drahtbürste und Diesel habe ich die Glocke von innen gereinigt. Danach den Ausrückhebel samt Drucklager auf die Büchse der Welle geschoben. Bei dieser Variante ist zu beachten das der Ausrückhebel von zwei Bolzen, die seitlich sitzen auf dem Kugelkopf gehalten wird.


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Hier das Bild zu den Bolzen. Diese Variante ist glaube ich sehr selten und schwer zu erkennen, normalerweise wird  die Gabel einfach nur auf den Kugelkopf gedrückt bis sie einrastet.


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Zum Verständnis, der Kugelkopf ist der Umlenkpunkt in der Mitte der Gabel. Was noch zu sagen ist: Nicht bei jedem Getriebe sieht die Innenseite der Glocke so aus! Die Gabel ist bei meinem Getriebe mit seitlichen kleinen Schrauben verbunden, es kann aber auch sein das dort Federn sitzen. Fragen beantworte ich gerne.


Hinweis:

Nicht alle Automaten lassen sich einstellen, zb. beim 913 Reihenmotor gibt es Automaten die nicht verstellbar sind.

In den meisten Mercur und Saturn ist ein Automat mit zentraler Feder verbaut. Über einen Deckel in der Getriebeglocke ist dieser von oben zu erreichen. Achtung, nur bei getretener Kupplung einstellen. Die Einstell-Länge kann nur unter gleichzeitigem Auskuppeln verdreht werden. Die Einstell-Länge ist der Abstand zwischen Ausrückring und Einstellring, und soll 16-18 mm betragen. Durch drehen des Einstellrings nach rechts wird der Abstand kleiner, nach links größer. Nach beendeter Einstellung prüfen, ob die Sicherrungsfeder eingeschnappt ist. Wenn der Deckel offen ist kann glaube ich jeder nachvollziehen worum es geht. Der Einstellring läßt sich meist nur mit einen stumpfen Gegenstand und einem Hammer verdehen.