
Schnellganggetriebe 170d III
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- Erstellt am Samstag, 27. November 2010 00:08
- Zuletzt aktualisiert am Samstag, 27. November 2010 01:33
- Geschrieben von Felix H.
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Quo vadis Getriebeabstufung?
Bevor die verwegene Idee konkreter in Angriff genommen wird, muss herausgefunden werden, was man will. Dafür ist ein wenig Theorie unumgänglich. Aber immerhin ohne Formeln und zweifarbig!

Erstmal wurde auch die Vorgelegewelle ausgebaut. Gar nicht so einfach, die muss komplett aus dem Gehäuse ausgepresst werden. Die Monatge wird entsprechend spannend, da wird man die erwärmten passungen im Gehäuse zusammenstecken. Unten die Kiste mit den Innerreien.

So, jetzt aber zur Planung. Nach der Montage der 14.00R20 Reifen hat ein 170d11 (5-Gang) folegende Gangabstufung. In den Diagrammen ist immer auch die 176PS(130kW)-Kurve eingezeichnet. Diese Zugkraft würde ein perfektes, stufenloses Getriebe mit der Motorleistung erbringen. Unschön sidn also die weißen Dreiecke zwischen der schwarzen Kurve und den bunten Flächen unter den Gängen. Diese weißen Dreiecke stellen Motorleistung dar, welche zwar vorhanden ist, mangels eines geeigneten Gangs jedoch nicht an die Achse gebracht werden kann.

Beim Betrachten der Gänge fäkllt auf: In der Ebene auf langen Autobahnetappen ist das eine schöne Untersetzung. Der 5. Gang geht bis fast 110km/h und bringt daher bei 90 eine recht ruhige Drehzahl. Aber knappe 5kN Zugkraft sind doch recht wenig, insbesondere bei Geschwindigkeiten von 80-70 wäre deutlich mehr möglich. Dieses neft an Bergen und auf der Landstraße: Wenn man schalten muss, dann geht es nur noch mit 70km/h weiter. Entsprechend weniger Möglichkeiten gibt es im Gelände: Die absolute Zugkraft vom 1. Untersetzunggang ist zwar gerade so ausreichend und die Räder drehen zu lassen. Aber gerade zwischen 1. und 2. sowie 2. und 3. könnte noch etwas liegen. Oft drehen im zweiten Gang nur noch die Räder, wärend im dritten der Motor zu früh ausgeht.
Dann wurden die Austauschachsen eingebaut. Diese sind ein Stück langsamer untersetzt. Volle Leitung bei 92, besser kann man auf der BAB keine Berge erklimmen. Auch im Gelände geht einiges mehr. Aber lange Autobahnstrecken sind eine Qual für Mensch, Maschine udn geldbeutel, der Motor brüllt die ganze Zeit auf beinah Abregeldrehzahl. Der Vierte liegt zwar auch weiter hinten, das macht aber kaum etwas aus, man muss deutlich seltener zurückschalten, als bei der Untersetzung oben.

Die Idee war nun ein AK6-55 in dert Schnellgangausführung einzubauen. Was passiert? Nun, der 3, 4, und 5 Gang bleibt beinah gleich untersetzt. Nur, dass ein 6. Gang ins beinah uendlich lange hinzu gekommen ist um die Drehzahl in der Ebene zu senken. Die Geländegänge rücken auch näher zusammen, was an sich nett ist. Leider verliert jedoch der 1. Gang einiges an Drehmoment, im Grunde ist man damit wieder da, wo der 170er mit den schnellen Achsen einmal gewesen ist.

Nun könnte man sich vielleicht vorstellen, es ließe sich der Schnellgang vom AK6-55 absägen und als Vorschaltgruppe an ein Bergganggetriebe fabrizieren. Was käme dabei heraus?

Bei 80 kommt ein weiterer Gang hinzu. Auch wenn 6 klein und 5 groß recht nah beinander liegen, so liegen sie in einem Interessanten Bereich, 6 klein 80km/h, 5 groß bei 90 km/h. Also: In der Ebene Rollen bei 1750 Touren in 6 groß. Ist mehr Leistung nötig, runter in 5 groß. Macht dann bei 90 viel Lärm, dafür passiert aber etwas. Ist der LKW auf 85 abgesackt wird es Zeit für 6 klein udn man hat noch einmal volle Leistung ohne sehr langsam geworden zu sein.
Aber der wirkliche Unterschied passiert im Geländebereich. Vergleicht man das mit dem 6-Gang schnell zwei Abbildungen weiter oben liegt das bedeutend näher an der schwarzen Linie. Udn je näher der schwarzen Linie, desto mehr Leistung hat man am Rad.
Allgemein liegen beim Berggang AK6-55 und der imaginären Vorschaltgruppe die Gänge im mittleren Bereich nah zusammen.

Daher Idee 2: Es wird das vorhandene S5-45 hinter die imaginäre Vorschaltgruppe gehängt. Was passiert?

Nach oben bleibt alles wie es jetzt schon ist, nur dass der Spritspargang als 5 groß hinzukommt. Mit 87 und 92 km/h liegen 4groß und 5klein sehr nah beieinander, zum runterschalten ist 4 klein uninteressant. Aber im unteren Bereich hat sich deutlich etwas getan. Hier passt die Abstufung des S5-45 sehr schön in den 0,71 Sprung der Vorschaltgruppe. Besonders in der Geländeuntersetzung:

Noch einmal einen genaueren Blick auf die Steigfähigkeit im "Schnellreisebereich" zwischen 50km/h und 100km/h im Vergleich (Anklicken vergrößert):



Fazit: Weiß noch nicht, das muss noch eine Weile lang begrübelt werden.


