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Verstanden
Allgemein heißt es, Schlauchlos-Räder seien das Nonplusultra fürs Fahren mit geringem Luftdruck im Gelände. Auf einer sauberen Sandfläche mag das auch stimmen, für schlammiges Gelände habe ich jedoch inzwischen so meine Zweifel. Ich habe recht neu 14.00R20 auf den 20" Fuchs Aluminium-Felgen. Mit dieser Bereifung bin ich in einem bewaldeten Gelände gefahren. Auf Grund des schlammigen Untergrunds habe ich die Räder auf 0,8Bar (Bei max. 4,5t Achslast) abgelassen. Dieses habe ich bisher mit den Schlauchreifen auch immer so gehandhabt. Auf den Russischen ZIL-Felgen habe ich, auch bei so geringen Reifendrücken, nie Probleme gehabt. Insbesondere die folgende Situation wäre mit den Schlauchreifen kein Problem gewesen, da der Dreck unter dem Felgenband keinen Schaden angerichtet hätte.

Anders aber nun bei den Schlauchlos-Rädern: Bei den geringen Luftdruck ist im schlammigen, bewaldeten Gelände erschreckend viel Unfug zwischen Reifen und Felge gelangt. Z.B. Holz (halbe Baumstümpfe...) wie auf dem Foto unten, vor allem aber Sand und kleine Steine. In Folge waren am nächsten Morgen beide Hinterräder platt, was auch nicht verwunderte, da sie am Abend hörbar gezischt haben. Interessanter Weise hatten beide Vorderräder einen unveränderten Luftdruck.

baum in reifen

Hier sieht man das Ausmaß des Unrats in einem Hinterrad beim Abziehen des Reifens.

baum in reifen

Au dem Foto ist zu erkennen, dass auch Dreck unter die Flanke zwischen Felgenbett und Reifen gelangt ist. Dort hat sich dann eine Art Beton gebildet, welcher das Rad undicht werden lässt. Außerdem hat der Sand die Lackierung der Felge zerstört.

baum in reifen

Interessant war jedoch die Seite der Felge mit dem Verschlussring: Hier war genau so viel Dreck zwischen Felge und Reifen gelangt. Aber der Tyran-Ring, welcher den Reifen zum Verschluss-Ring dichtet, hat so viel Druck zwischen Felge und Reifen erzeugt, dass auch bei sehr geringem Luftdruck kein Dreck zwischen Felgenbett und Reifen gelangen kann. Das erste Bild oben zeigt auch die Seite eines Reifen mit montiertem Tyran-Ring. Dieses Rad hält trotz dem Baumstumpf schon seit mehr als einer Wochen den Druck. Dieses erklärt auch, dass nur die Hinterräder betroffen gewesen sind: Der Dreck ist in erster Linie an der Außenseite in die Räder gelangt (Auf Grund der Spuren im Gelände) und die Vorderräder sind auf der Außenseite mit einem Tyran-Ring abgedichtet.

baum in reifen

Daher habe ich bei meinen Rädern nun auf beiden Seiten des Rades einen Tyran-Ring montiert: Sowohl auf der Seite des Verschlussringes wie auch zur geschlossenen Seite der Felge hin, auf der ein Dichtring eigentlich nicht notwendig gewesen wäre. Einfach nur, damit der Reifen strammer auf der Felge sitzt und der Dreck nicht so leicht in den Bereich der Abdichtung wandern kann.
Bei einem der Hinterräder hat es übrigens eine Selbstheilung gegeben: Nach einigen Kilometern Fahrt hat der Reifen wieder dicht auf der Felge gesessen. Ich gehe davon aus, der der Dreck dort weiter in das Rad gewalkt wurde und nun dort keinen Schaden mehr anrichten kann.

Fazit: Auch wenn es nicht üblich ist, so werde ich in Zukunft dennoch meine Räder immer mit zwei Tyran-Ringen montieren, um den Reifen strammer auf der Felge zu haben.

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