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Verstanden

Auspuffkrümmer restaurieren Deutz 413

fertig

Nach dem ich nun einige Jahre lang die Durchrostungen im Krümmer nur geflickt habe ist es nun soweit, dass dieser von Grund auf überarbeitet werden muss. Fahren mit großen Löchern im Krümmer ist nicht nur eine Brandgefahrt und rücksichtslos, sondern auch unangenehm.

Nun besteht der originale Krümmer aus Guss-Anschlussstücken, welche mit Rohren zu einem Krümmer zusammen geschweißt wurden. Angenehm ist, dass die komplizierten Gussteile eine deutlich dickere Wandstärke haben (Ich denke aus fertigungstechnsichen Gründen) und daher noch zu gebrauchen sind. Also müssen eigentlich nur die Rohre und der Flansch getauscht werden. Man beachte bei dieser Aussage: Es gibt auch andere Ausführungen der Krümmer, z.B. ein Gussteil oder auch die Anschlussstücke aus Pressblech-Teilen geschweißt. Wie und ob sich diese Ausführungen restaurieren lassen weiß ich nicht.

fertig

Damit der Krümmer hinterher noch wieder an den Motor passt, muss man den auf einem stabilen Stück Eisen festschrauben. Mit einem etwas längeren Bohrer geht das bequem mit der Standbohrmaschine. Wichtig: Auch wenn die Stehbolzen am Motor M8 Gewinde sind, die Löcher im Krümmer haben 10mm und man sollte ihn auch mit M10 Schrauben mit Schaft fixieren.

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Als nächstes die durchgerosteten Rohrstücke herausscheiden und die Schweißnähte vom Rost reinigen.

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Dann neue Rohrstücke (3Zoll/76mm passt ganz gut) anpassen und einschweißen. Beim Schweißen habe ich viel Draht zegegeben, damit am Rand der Schweißnaht die Wandstärke der Gusstücke nicht geschwächt wird, weil genau dort wird der Krümmer wieder durchrosten. Edelstahl mag daher hier überflüssig sein, hatte ich aber noch herumliegen.

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Wenn die Oberseite verschweißt ist, muss man den Krümmer von der Grundplatte lösen, um die Unterseite verschweißen zu können. Um den Verzug minimal zu halten wenn möglich im Pilgerschritt schweißen.

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Auch der vordere "Deckel" rostet sehr gerne weg. Hier eignen sich gut "Ronden" aus dem Edelstahl-Geländerbau in 76mm.

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Natürlich rostet der Krümmer rechts am Auto schneller und dort sitzt auch das Thermostat. Wenn man hinterher keinen Ärger mit den drei Metalleitungen zum Thermostat haben möchte, muss dieses hinterher wieder an genau der gleichen Stelle in genau dem gleichen Winkel sitzen. Dafür besogt man sich ein M20x1,5 Gewinde und schraubt dieses in den Thermostatanschluss des originalen Krümmers.

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Dann mit Resten einen "Turm" schweißen, der das Gewinde in genau der Position hält.

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Nun mit der Flex den Schrott entfernen.

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Und übrig bleibt ein Gewinde an genau der richtigen Stelle in genau dem richtigen Winkel.

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Dann die neue Mutter auf das Gewinde aufschrauben und das Rohr einschweißen.

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fertig

Nun ist der Krümmer wieder brauchbar, nur für den neuen Flansch zur Motorbremse muss noch am Auto eine neue Position gefunden werden, bevor er verschweißt wird. (Die Bohrlöcher des Flansches können nicht beliebig stehen, weil man dann zur Montage dort nicht mehr heran kommt.)

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Und dann kann alles wieder an den Motor gebaut werden. Das Thermostat ließ sich einwandfrei einbauen. Da die Mutter im Krümmer nun auch aus Edelstahl ist, habe ich bei dem Einbau ordentlich Kupferpaste verwendet, ich fürchte dass die Verbindung unter den Bedingungen sonnst sofort kalt verschweißt.

Der neue Flansch ist übrigens nur mit dem Laser aus 8mm Blech geschnitten und besitzt keinen Konus wie der originale Flansch, zu viel Fertigungsaufwand da noch einen Konus herein zu drehen. Ich habe aber gute Erfahrung mit DIN "Gaphitdichtungen" gemacht, wie sie wohl für Dampfleitungen verwendet werden. Die sind hitzebeständig und dichten die Motorbremse auch ohne Konus gut gegen den Flansch ab. All diese glänzenden Gaphitdichtungen für Tunig-Auspuffe waren sehr teuer, haben sich aber überhaupt nicht bewährt, an der Stelle sind sie nach kurzer Zeit weggebröselt. Die billigeren DIN-Dichtungen sind irgendwie deutlich hochwertiger und halten ohen probleme dicht.

Und wer den Krümmer wieder schön mit langen Messingmuttern anschraubt, der hat irgendwann später eine Chance ihn wieder zu demontieren, ohne dass die Stahbolzen am Motor abreißen.