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Verstanden

Das Ding hat schon seit 2003 oder so bei mir auf dem Dachboden gelegen und stand immer kurz vor dem Einbau. Jetzt mussten die Austauschtüren lackiert werden, und da habe ich kurzentschlossen die Luke mit lackiert. Denn Olivgrüne Teile kommen mir nicht ans Auto.

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Also habe ich mir einen Flachstahl 60x3mm zu einem Ring rollen lassen. Das ist ziemlich viel Eisen, aber im Bereich der Klappe sollte das Dach weiterhin begehbar bleiben. Um das Loch zu schneiden, habe ich zuerst eine Schablone aus Pappe festgelegt, damit die richtige Position gefunden und dann den Ausschnitt eingezeichnet.

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Anschließend wurde das Loch soweit möglich mit der Stichsäge geschnitten (Kein Funkenflug) und der Rest mit der Flex heraus getrennt. Danach Stück für Stück den Ring in den Ausschnitt gehefetet. Das ist nicht ganz einfach, da die Oberkante vom Ring bis auf wenige Milimeter in einer Ebene liegen muss, damit die Klappe hinterher sauber auf der Dichtung aufliegt.
Abschließend das Blech des Dachs rundum mit dem Flachstahl verschweißt. Etwas schwierig zu schweißen, weil ein sehr dünnes Blech auf den dicken Flachstahl stößt und auch der Ausschnitt nur von Hand geschnitten ist.

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Die Position ist halb über dem Fahrer, damit man am Steuer etwas davon hat, und halb über dem Bereich zwischen Fahrersitz und Beifahrersitzbank, damit man in der Luke stehen kann, ohne mit den Stiefeln auf einen Sitz steigen zu müssen. Außerdem ist die Luke dort auch vom hinteren Bereich des Führerhaus gut zu erreichen.

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Für das Schanier wurden einfache Ladebordwandschaniere verwendet. Der Abstand wurde mit einem Polyamid-Klotz überbrückt.

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Auf der Innenseite sitzt auch eine PA-Leiste, sodass im Bereich des Schaniers das Blech richtig fest geklemmt ist. Die Höhe zur Dichtung lässt sich mit Beilegscheiben zwischen Bordwandschanier und Klotz ein(nach)stellen.

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Auf dem Dach liegt die Luke nur auf Gummipuffern auf. Mal schauen, ob diese noch verstärkt werden müssen und ob die Klappe während der Fahrt tanzt, sodass sie noch gefangen werden muss.

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Zum Schließen der Luke habe ich Motorhaubenspanner aus Gummi verwendet. Es gibt sicher komfortablere Beschläge, um die Luke in die Dichtung zu spannen, aber an den Gummis kann man sich nicht den Kopf stoßen und die Zugkraft reicht aus. Ich habe Skrupel, irgendwelche Metallbeschläge aus der Decke ragen zu lassen. (Bild in Gedanken um 90° drehen.)
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Außenansicht bei geöffneter Luke.

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Und da gerade eh eine Kartusche Sikaflex im Anbruch war, hat der Koffer noch runde Ecken bekommen, um die Winkelprofile an der Unterkante besser zu halten. Danke noch einmal an Tob und Jan.

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Nachtrag Sommer 2012


Nachtrag: Seitdem die Luke verbaut ist, wird viel mehr auf dem Dach gelaufen, als zuvor. Da das dach dafür nicht gebaut ist, und weil es mit der schweren Luke in Schwingungen gekommen ist, habe ich eine Stütze und einen neuen Holm eingebaut.

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Ich brauchte gerade eh ein Projekt um das Schweißen von Aluminium zu üben.

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Und bin mit dem Ergebnis fü den ersten Versuch eigentlich ganz zufrieden. Würde noch keinen Fahrradrahmen schweißen, aber für das einfache Bauteil reicht es völlig aus.

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Hier die Stütze mit dem Holm im Führerhaus eingebaut. Sie dient auch als Leiter, damit die Rückenlehen der Bestuhlung nicht mehr kaputt getreten werden. Das 40mm Rohr ist aber eigentlich viel zu stabil, 30er Rohr hätte auch ausgereicht. Das geht schon eher in Richtug Überrollkäfig.

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Da die Rückenlehne der Beifahrersitzbank immer stark gewackelt hat, ist sie nun mit der Stütze verschraubt. Inzwischen gibt es auch einen Innenverkleidung im Führerhaus.