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Verstanden

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Es gibt im Heck unter dem Aufbau ein sehr großes Volumen, dass man leider kaum nutzen kann, weil es sehr schwer zugänglich ist. In einem PKW sitzt dort der Tank, warum nicht im LKW?

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Es war an der Stelle bereits zuvor ein Tank verbaut, der sich aber bei schwerem Einsatz nicht bewährt hat. Die großen Flächen ohne Siken oder Versteifungen waren der Wucht der Flüssigkeit im Tank nicht gewachsen, bei Pistenfahrt sind Risse im Blech gewachsen, die zu Undichtigkeiten geführt haben. Um bei deisem verbesserten Tank wurde die Belchstärke auf 1,5mm Edelstahl erhöht, vor allem aber wurden mehr Schwallbleche und bedeutend mehr Siken vorgesehen, um die Konstruktion zu versteifen. Von der ersten Abschätzung der auftretenden Kräfte bis hin zum fertigen Schneidprogramm des Lasers ist fast ein ganzer Winter am Computer vergangen.

 

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Das sind die rohen Teile nach dem lasern und kanten. Man kann gut die Kreuzsicken in den graden Blechflächen erkennen.

 

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Das gesamte System wiegt incl. Halterung etwa 80kg, das macht ein Leistungsgewicht von 125g/l

 

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Die Schwallbleche sollten nicht zu Steif an der Außenhülle des Tanks befestigt werden. Sonnst lassen Vibrationen Risse an den Schweißnähten entstehen und es entstehen Undichtigkeiten.

 

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Daher wurden für die Anschlüsse der Schwallbleche solche Laschen geschnitten die umgeklappt werden und großflächig und elastisch die Kräfte in die Außenhülle einleiten.

 

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Ein eingeschweißtes Schwallblech. Hinter dem Schwallblech sieht man einen Holm im Tank an der Stelle, wo er später aufliegen wird, damit der Tank dort nicht einbeulen kann.

 

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Vorne rechts und links sind wieder die Holme zu sehen. Die Vor- und Rücklaufleitung musste aus Platzgründen im Tank verlegt werden. Da man diese nicht dann mehr warten/reparieren kann, sind die Steigleitungen des Vor- und Rücklauf gleich lang und daher im Zweifel austauschbar. Aus Angst vor Schäden an den Leitungen wurden diese nicht verschweißt, sondern sie sind lose in präzise geschnittene Bohrungen gesteckt.

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Der Einfüllstutzen ist innen zu den Tankwänden hin abgestüzt, um so mehr Stabilität zu erhalten.

 

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Nun ist der "Deckel" abgeschlossen, es kann daran gehen, den Tank komplett zu heften.

Diese Sicke bietet Platz für die Verschraubung mit dem LKW-Rahmen und außerdem ergibt sie zusammen mit den Holmen und dem Schwallblech innen eine sehr stabile Wand, um die Auflagekräfte sauber in den Tank einzuleiten. Insbesondere wenn er bei Rahmenverwindungen nur noch auf drei Punkten aufliegt kann diese Wand Torsionskräfte in die Außenhülle einleiten.

 

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Edelstahl verformt sich stark beim schweißen, man sollte mit Heftern nicht sparen.

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Dieses kleine Röhrchen sorgt dafür, dass Flüssigkeit aus dem Bereich hinter der Sicke in den Tank laufen kann, sodass sich der Tank vollständig entleeren lässt und sich dort keien Ablagerungen ect. bilden können. Die Bleche unterstützen, damit das Röhrchen keine Zugkräfte aufnehmen muss.

 

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Auf diesem Flachstahl wird der Tank aufliegen und daran wird er auch verschraubt werden. Die Löcher der Verschraubung werden aber erst im LKW-Rahmen gebohrt, damit eventuelle Toleranzen nicht zu Problemen bei der Montage führen können.

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Hier die Anschlüsse für Vor- und Rücklauf in 12mm Ermeto.

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Das Gestänge des Bremskraftreglers darf auf keinen Fall von dem Tank behindert werden. Um das Volumen dennoch nutzen zu können, wurde eine stabile Edelstahl-Schüssel eingeschweist. Das verschweißen einer solchen Schüssel ist handwerklich eine kleine Herausforderung.

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Um auch bei Schräglagen den Tank vollständig nutzen zu können, befinden sich die Anschlussleitungen nah am Heck in einer weiteren, tiefer reichenden Schüssel. Hier befindet sich in einer Verstärkung auch die Ablasschraube. Kondenswasser sammelt sich dort und ist leicht abzulassen.

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Nach dem durchschweißen.

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Der tiefste Boden des Tanks trägt die größte Belastung. Deshalb wurde er hier mit Holmen zusätzlich verstärkt.

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Eine Woche Arbeit...

 

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Nun muss der Kofferboden geöffnet werden, um den Tank probehalber einbauen und die Löcher für die Verschraubungen bohren zu können. Man sieht, wie genau der Tank den zur Verfügung stehenden Platz ausnutzt. Der Fussboden im Koffer wird hinterher nicht fest verschraubt, bei extremen Rahmenverwindungen kann der Tank den Fussboden des Aufbaus anheben, ohne dabei Schaden zu nehmen.

 

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Vorne drei cm vom Ermeto-Winkel bis zur Kofferlagerung, es ist doch eine Erleichterung, wenn die CAD-Zeichnung wirklich mit der Realität übereinstimmt.

 

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Unten bis knapp an den Stabi. Zusammen mit der Hinterachse schützt die massive Dehstabfeder den Tank zusätzlich vor Beschädigungen im Gelände. Ein Aufsetzen ist praktisch unmöglich, ganz anders, wie bei den üblicherweise seitlich am Rahmen befestigten Tanks.

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Nach dem Lackieren ein letzter Drucktest: Der Einfüllstutzen ist mit einem Brett und Gummi verschlossen. So kann man den Tank mit Pressluft leicht unter Druck setzen und nach Lecks in der Außenhülle suchen.

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Und in seiner finalen Position. Auch wenn der Tank aus Edelstahl ist, Straßensalz kann ihn auf Dauer dennoch beschädigen. Daher hat er einen Lackaufbau aus EP Grundierung und PU-Decklack bekommen.

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Als letzte Handlung wurde der Einfüllstutzen durch die Bettbank im Koffer gelegt. Da sich die 50mm Weite Leitung des alten Tanks nicht bewährt hat, wurde der Durchmesser auf 76mm (3") erhöht. Die Schläuche sind elektrisch leitende Tankwagen-Schläuche, zudem sind alle Metallteile zum Rahmen "geedet", um statische Aufladung und damit ggf. Funkenbildung beim Betanken zu verhindern. Jetzt muss nur noch der Fußboden und der Innenausbau wieder in den Koffer...